Jugend komponiert Bayern 2025

Jugend komponiert Bayern 2024

Preisträger*innen

Annabel Blaschke (*2006): 7 Miniaturen für Flöte, Violine, Violoncello und Klavier

Victor Breimesser (*2012): Ein Tag in Venedig für Violoncello und Klavier

Cornelius Fink (*2009): 4 Humoresken für Fagott und Klavier

Fynn Jerschabek (*2010): Violinsonate in G-Dur für Violine und Klavier, 1. Satz

Martin Kreissl (*2011): Marzipanik für Flöte

Philipp Masius (*2005): Aviva für Klavier

Florian Münze (*2004): gekräutert für Violine, Violoncello und Klavier

Jakob Peter (*2006): Regen zählen für Flöte, Violine, Violoncello und Klavier

Felix Truckenbrodt (*2011): Beautiful Day für Flöte und Klavier

Lars Tschiedel (*2005): Münchner Walzer für Violoncello und Klavier

Dozent*innen

Minas Borboudakis, 1974 in Heraklion auf Kreta geboren, lebt seit 1992 in Deutschland. Zunächst studierte er in München und Hamburg Klavier und Komposition, seit vielen Jahren ist er als freischaffender Komponist und Pianist in München tätig. Im Mittelpunkt seiner Arbeit stehen die großen Zyklen. Eine weitere zentrale Rolle in seinem Schaffen spielen Musiktheater- und multimediale Arbeiten. An der Griechischen Nationaloper in Athen feierte 2018 das Musiktheater „Z“ unter seiner Leitung große Erfolge. Die deutsche Fassung und gleichzeitig zweite Inszenierung wurde im Rahmen der Opernfestspiele 2019 an der Bayerischen Staatsoper uraufgeführt. Für seine Arbeit wurde Minas Borboudakis mehrfach ausgezeichnet. Als Dozent und Musikvermittler entwickelt er mit diversen Institutionen Projekte für junge Kreative, beispielsweise für das Education-Programm des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks, den Kompositionswettbewerb Jugend komponiert Bayern sowie Meisterkurse für Komposition und Interpretation Neuer Musik an verschiedenen Musikhochschulen. 

Milica Djordjević (*1984) ist Professorin für Komposition in Lübeck. Sie begann ihre Kompositionsstudien in Belgrad, wo sie sich auch schon mit elektronischer Musik beschäftigte, ging danach nach Straßburg und ans Pariser IRCAM, bevor sie schließlich von 2011 bis 2013 ihr postgraduales Studium in Berlin bei Hanspeter Kyburz an der Hochschule für Musik Hanns Eisler abschloss. Ihr bereits umfangreiches Schaffen umfasst Werke für Soloinstrumente, Kammermusikwerke in verschiedenen Besetzungen vom instrumentalen Duo bis zum Doppelquartett, Vokalwerke und groß besetzte Orchesterkompositionen. Milica Djordjević arbeitete mit führenden Interpret*innen und Klangkörpern unserer Zeit, darunter die Berliner Philharmoniker, Gustavo Dudamel, Symphonieorchester und Chor des Bayerischen Rundfunks, Symphonieorchester des WDR sowie des SWR, Arditti Quartet, Münchener Kammerorchester, Ensemble Musikfabrik, Ensemble Modern. Für ihre Werke hat Milica Djordjević zahlreiche hochrangige Preise und Auszeichnungen erhalten, unter anderem den Claudio-Abbado-Komponistenpreis der Berliner Philharmoniker (2020) und den Förderpreis Komponisten der Ernst von Siemens Musikstiftung (2016).

Philipp Vandré, Pianist, Komponist und Musikpädagoge, war bis September 2023 Künstlerischer Leiter des Bundeswettbewerbs Jugend komponiert. Er studierte bei Sergiu Celibidache, Raymund Havenith, Leonard Hokanson und Rolf Riehm, arbeitete u.a. mit Peter Eötvös, Hans Otte, Matthias Pinscher, Steve Reich, dem Ensemble Modern, Ensemble Ascolta, RSO Frankfurt und dem Orchester des Nationaltheaters Mannheim zusammen. Seine CD-Veröffentlichungen erlangten international hohe Anerkennung, die Einspielung der Sonatas and Interludes von John Cage gilt als Referenzaufnahme, Martin Scorsese wählte Aufnahmen von ihm für seinen Film „Shutter Island“. Philipp Vandré schrieb Musik für Kammerensembles, Hörspiel und Theater sowie Neubearbeitungen von Opern des 19. und 20. Jahrhunderts. Er lehrte an der Folkwang Universität der Künste Essen u.a. Didaktik der Musiktheorie (2013-2016) und unterrichtet an der Stuttgarter Musikschule Musiktheorie und Komposition.

Vladimir Tarnopolski, russisch-ukrainischer Komponist, studierte und arbeitete von 1973 bis 2022 in Moskau, seit April 2022 lebt er in München. Werke von Tarnopolski werden regelmäßig in Russland und im Ausland von zahlreichen berühmten Musiker*innen aufgeführt, auch hat er Auftragswerke für einige der weltweit führenden Orchester geschrieben, unter anderem das Ensemble InterContemporain, das Ensemble Modern, das Solistenensemble des Bolschoi-Theaters, das Klangforum Wien und die Münchner Philharmoniker. Seine Kompositionen wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter der Dmitri-Schostakowitsch-Preis (Russland) und der Paul-Hindemith-Preis (Deutschland). Tarnopolski ist einer der aktivsten Reformer des Moskauer Musiklebens in der postsowjetischen Zeit. Ab 1993 gründete er das Zentrum für zeitgenössische Musik, das Ensemble Studio für Neue Musik sowie das Moskau Forum, ein jährlich stattfindendes internationales Festival für zeitgenössische Musik. Von 1992 bis Februar 2022 war Tarnopolski Professor für Komposition am Moskauer Tschaikowsky-Konservatorium, derzeit ist er Gastprofessor an der Hochschule für Musik und Theater München.

Musiker*innen

der/gelbe/klang

Das Münchner Ensemble der/gelbe/klang widmet sich der Musik von heute in ihrer ganzen ästhetischen Bandbreite, neugierig, experimentierfreudig und immer auf der Suche nach zeitgemäßen Ausdrucksformen. 2020 gegründet, wurde es schnell zu einem wichtigen Protagonisten der Neuen Musik in Deutschland. Es entstanden Aufnahmen für den Bayerischen Rundfunk und das Label NEOS. Für ZDF/ARTE spielte der/gelbe/klang die Musik von Olav Lervik zu F. W. Murnaus Stummfilmklassiker Nosferatu ein. Gastspieleinladungen führten u. a. zum IMPULS Festival für Neue Musik Sachsen-Anhalt, dem Festival Electrocution (Brest, Frankreich), den Tiroler Festspielen Erl und in das Museum für Gestaltung Zürich. Pierre-André Valade wurde als Gastdirigent für ein Portraitkonzert des Komponisten Raphaël Cendo verpflichtet. Mit der Bayerischen Theaterakademie August Everding realisierte der/gelbe/ klang den szenischen Zyklus Dichterliebe von Christian Jost und die Kinderoper Die Gänsemagd von Iris ter Schiphorst. Etliche Werke wurden für das Ensemble geschrieben, darunter Kompositionen von Vykintas Baltakas (Litauen), Santa Busš (Lettland), und Ville Raasakka (Finnland). 

Fundamental wichtig ist dem Ensemble der unmittelbare Kontakt zu Komponist*innen der jüngeren und jüngsten Generation. Auch die Interpretation von Schlüsselwerken des 20. Jahrhunderts gehört zum Selbstverständnis der Musiker*innen. Zentral ist zudem die Entwicklung genreübergreifender Projekte, besonders die Verbindung mit visuellen Elementen, sei es Licht, Performance, Video oder ganz neue Ansätze. Eine solche Erweiterung des Konzertbegriffs ist für das neue Münchner Ensemble essentiell – diese Überzeugung führte auch zur Wahl des Namens der/gelbe/klang, nach Wassily Kandinskys genialem Konzept einer ganzheitlichen „Bühnenkomposition“. 

2021 wurde der/gelbe/klang mit dem Bayerischen Kunstförderpreis ausgezeichnet. 

Folgende Musiker*innen haben Jugend komponiert Bayern 2025 begleitet:

Tobias Kaiser, Flöte

Jonas Hintermaier, Fagott

Jean-Pierre Collot, Klavier

Nina Takai, Violine

Katerina Giannitsioti, Violoncello

Abschlusskonzert

Samstag, 19. April 2025, 19.00 Uhr, Carl-Orff-Auditorium der Hochschule für Musik und Theater München

DAS KONZERTPROGRAMM:

Pauline Oliveros (1932-2016)
Four Meditations for Orchestra, II – The Tuning Meditation
Katja Noll, Flöte | Mathea Zentner, Flöte | Sascha Schmaußer, Klarinette | Hana Vogler, Klarinette | Franziska Hartmann, Violine | Doris Fuchs, Viola | Louisa Schneider, Klavier

Fynn Jerschabek (*2010)
Violinsonate in G-Dur für Violine und Klavier, 1. Satz
Nina Takai, Violine | Jean-Pierre Collot, Klavier

Cornelius Fink (*2009)
4 Humoresken für Fagott und Klavier
Jonas Hintermaier, Fagott | Jean-Pierre Collot, Klavier

Anton Webern (1883-1945)
4 Stücke für Violine und Klavier, 1. und 3. Satz
Franziska Hartmann, Violine | Louisa Schneider, Klavier

Martin Kreissl (*2011)
Marzipanik für Flöte
Tobias Kaiser, Flöte

Florian Münze (*2004)
gekräutert für Violine, Violoncello und Klavier
Nina Takai, Violine | Katerina Giannitsioti, Violoncello | Jean-Pierre Collot, Klavier

György Kurtág (*1926)
Hommage à R. Sch. für Klarinette, Viola und Klavier
Hana Vogler, Klarinette | Doris Fuchs, Viola | Christoph Grund, Klavier

Jörg Widmann (*1973)
Fünf Bruchstücke für Klarinette und Klavier, 2., 3. und 5. Satz
Sascha Schmaußer, Klarinette | Louisa Schneider, Klavier

Victor Breimesser (*2012)
Ein Tag in Venedig für Violoncello und Klavier
Katerina Giannitsioti, Violoncello | Jean-Pierre Collot, Klavier

Felix Truckenbrodt (*2011)
Beautiful Day für Flöte und Klavier
Tobias Kaiser, Flöte | Jean-Pierre Collot, Klavier

Goffredo Petrassi (1904-2003)
Dialogo Angelico für zwei Flöten
Katja Noll, Flöte | Mathea Zentner, Flöte

Lars Tschiedel (*2005)
Münchner Walzer für Violoncello und Klavier
Katerina Giannitsioti, Violoncello | Jean-Pierre Collot, Klavier

Jakob Peter (*2006)
Regen zählen für Flöte, Violine, Violoncello und Klavier
Tobias Kaiser, Flöte | Nina Takai, Violine | Katerina Giannitsioti, Violoncello | Jean-Pierre Collot, Klavier

John Cage (1912-1992)
Five für fünf beliebige Stimmen oder Instrumente
Katja Noll, Flöte | Mathea Zentner, Flöte | Hana Vogler, Klarinette | Franziska Hartmann, Violine | Doris Fuchs, Viola

Annabel Blaschke (*2006)
7 Miniaturen für Flöte, Violine, Violoncello und Klavier
Tobias Kaiser, Flöte | Nina Takai, Violine | Katerina Giannitsioti, Violoncello | Jean-Pierre Collot, Klavier

Philipp Masius (*2005)
Aviva für Klavier
Jean-Pierre Collot, Klavier

Wir danken unseren Förderern & Partnern

  • Jeunesses Musicales Bayern
  • Kulturfonds Bayern
  • Bezirk Oberbayern
  • Hochschule für Musik und Theater München
  • Versicherungskammer Kulturstiftung
  • Oscar und Vera Ritter-Stiftung
  • Gvl – Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten
  • Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
  • der/gelbe/klang
  • Munich Classical Players